Kunst am Kulturbahnhof fertiggestellt
(31. März 2026)
Der Schriftzug „Kultur Bahnhof Hohen Neuendorf“ schmückt in Versalien aus schwarzem Edelstahlblech die Giebelseite des Bahnhofs Hohen Neuendorf, die zur Schönfließer Straße hinzeigt und auch den Eingang zu den Bahngleisen beherbergt.
Die Buchstaben sind in einer klaren, klassischen Schriftart gestaltet und gleichmäßig und strukturiert auf der gleichschenkligen Giebelwand angeordnet. Dennoch ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, welchen Schriftzug die Buchstaben bilden, sodass das Wandbild trotz der reduzierten Darstellung verspielt wirkt.
Die gewählte Schriftart „Bahnhofsfutura“ ist eine Hommage an die Geschichte des Bahnhofs und gleichzeitig ein zeitgemäßer Bezug zur Funktionalität und Lesbarkeit. Und auch die Doppelfunktion des Gebäudes – Bahnhof und Kulturzentrum – werde im Wandbild aufgenommen, erklärt die Künstlerin Barbara Trautmann. Die künstlerische Gestaltung zeigt den Kulturbahnhof Hohen Neuendorf als Ort, an dem nicht nur Züge halten, sondern auch Ideen, Geschichten und Kulturen aufeinandertreffen. Die Uhr ist in der letzten Zeile – wie ein Punkt am Satzende – positioniert, ist funktional und erinnert gleichzeitig daran, dass Zeit kostbar ist und dass Momente der Begegnung zählen.
Gemeinsam mit der Firma Fittkau Metallgestaltung GmbH setzte die Künstlerin Barbara Trautmann ihre Gestaltung der Bahnhofsfassade der zweiten Märzhälfte um. Die Kosten für die Kunst am Bau belaufen sich auf 42.000 Euro und werden als Teil des geförderten Projekts Kulturbahnhof finanziert.
Die Fassadengestaltung des Bahnhofs in Form von „Kunst am Bau“ war relevant für die Förderung der Sanierung des Kulturbahnhofs im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, da die öffentliche Hand bei der Durchführung von vom Bund geförderten Baumaßnahmen angehalten ist, „Kunst am Bau“-Maßnahmen durchzuführen.
Mit dem Umbau des alten Bahnhofsgebäudes zum Kulturbahnhof bot sich der Stadt die einmalige Gelegenheit, die alte Eingangsfassade grundsätzlich neuzugestalten, so dass sie sich positiv von vergleichbaren Bahnhofsfassaden abhebt.
Ausschreibung und Auswahl des Kunstwerks
Die Kunst am Bau wurde als Wettbewerbsverfahren öffentlich ausgeschrieben. Entsprechend der Richtlinie des Bundes für Planungswettbewerbe (RPW 2013) wurde ein nicht offener einphasiger Kunstwettbewerb unter fünf Künstlerinnen und Künstlern mit vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren durchgeführt. Dieses Verfahren gewährleistete eine Auswahl und künstlerische Qualität und wurde über den Vergabemarktplatz des Landes Brandenburg durchgeführt.
Nach Prüfung der Registrierungen wurden aus 16 Bewerbungen, die die Kriterien der Ausschreibung erfüllten – wie beispielsweise Kunstabschluss und mindestens drei Referenzen der Fassadengestaltung – fünf Künstlerinnen und Künstler ausgelost. Diese fünf Künstlerinnen und Künstler arbeiteten daraufhin künstlerische Konzepte für die Fassade des Kulturbahnhofs aus.
Aus den fünf Entwürfen hat ein Preisgericht aus Sach- und Fachexpertinnen und -experten den Gewinnerentwurf gekürt. Das Preisgericht setzte sich aus drei Fachpreisrichterinnen und -richtern (zwei Künstlerinnen und Künstler sowie ein Mitglied des Hohen Neuendorfer Kulturbeirats) und zwei Sachpreisrichterinnen und -richtern (aus der Verwaltung) zusammen, die nicht identisch waren mit den Mitgliedern der Auswahlkommission des vorgeschalteten Bewerbungsverfahrens.
