Klimaschutz und Umwelt

"Hohen Neuendorf blüht auf"

Foto: Rieger Hofmann GmbH

Mit 290 Stimmen war der Wunsch, mit Hilfe von kostenlosem Saatgut die Lebensgrundlage für Bienen und wildlebende Insekten in Hohen Neuendorf zu verbessern, das meistgewählte Projekte im Bürgerhaushalt 2018. Unter dem Motto „Hohen Neuendorf blüht auf“ hat die Stadt rund 10.000 Saattütchen mit einer regionalen Wildblumenmischung produzieren lassen, die in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen berücksichtigt. Die Mischung beinhaltet Saatgut von mehr als 40 Pflanzen sowie zehn Prozent Gräser als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Die vollständige Artenliste des Saatguts finden Sie am Ende der Seite als pdf-Dokument.

Damit die Anpflanzung gelingt, sollte die Mischung zwischen März bis Mai oder von August bis September auf feinkrümeligem Boden leicht angedrückt und bewässert werden. Ein Tütchen reicht für circa einen Quadratmeter. Damit die Pflanzen gedeihen bzw. nicht vertrocknen, sollten sie regelmäßig gegossen werden. Das Saatgut ist mehrjährig. Die Wildblumen dienen im Winter als Futterquelle für Vögel und als Winterquartier für Insekten. Sie sollten erst im Frühjahr nach Wiederaustrieb heruntergeschnitten werden. Das Aussamen am Standort dient zum dauerhaften Erhalt der Fläche und hat einen besonders nachhaltigen Charakter, da sich die Tiere auf die Futterquelle einstellen können. Die Mischung kann sowohl in privaten Gärten und Balkonen als auch auf öffentlichen Flächen gesät werden. Nicht gepflanzt werden darf das Saatgut unterhalb von Baumkronen, in der Nähe von Verteilerkästen, in Kreuzungsbereichen und in Versickerungsmulden.

Ausgabestellen: Die Saatgut-Tütchen sind  in den Bibliotheken, im Bauamt (Oranienburger Straße 44) und im Rathaus (Oranienburger Straße 2) zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich. Pro Person werden maximal zwei Tütchen ausgegeben.

Klimaschutz und Umwelt als Teil des städtischen Leitbildes

Klimaschutz und Umweltschutz ist Teil des Leitbildes der Stadt Hohen Neuendorf. Am 29.08.2013 hat die Stadt ihr Integriertes Kommunales Klimaschutzkonzept beschlossen. Eine Baumschutzsatzung regelt den Umgang mit Bäumen im Stadtgebiet. Im Klimaschutzkonzept wurden Analysen durchgeführt, Potenziale ermittelt, Ziele und Maßnahmen formuliert. So will die Stadt Hohen Neuendorf den Endenergieverbrauch in der Stadt jährlich um 1,1 Prozent verringern und die Pro-Kopf-Emission von Treibhausgasen bis 2030 um 50 Prozent reduzieren (Basisjahr 1990). Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der privaten Haushalte und der Mobilität, die für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

Klimaschutzmanagerin für Hohen Neuendorf

Seit September 2014 gibt es eine für den Klimaschutz beauftragte Person in der Stadtverwaltung, die Modellprojekte in der Verwaltung voran bringt und den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept mitzuwirken. Melden Sie sich bei Interesse. Mit dem Klick auf die Themen kommen Sie zu weitergehenden Informationen auf der Klimaschutzseite von Hohen Neuendorf:

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