Erfolgreiche Evakuierung und Bombensprengung
(13. März 2026)
Die bereits dritte Munitionsbeseitigung im Forstgebiet zwischen Borgsdorf und Oranienburg in diesem Jahr verlief erfolgreich. Rund 2.400 Menschen aus Borgsdorf und dem Oranienburger Stadtteil Lehnitz mussten am 11. März aus Sicherheitsgründen den ausgewiesenen Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern verlassen.
Großeinsatz in kurzer Zeit organisiert
Die Maßnahme war innerhalb von nicht einmal zwei Wochen durch das Ordnungsamt der Stadt Hohen Neuendorf organisiert worden. Über 120 Einsatzkräfte, darunter zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Polizeibeamte sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung sorgten am 11. März ab 8 Uhr für die Einhaltung des Sperrkreises.
Für alle Menschen, die den Tag nicht bei Freunden, Verwandten oder am Arbeitsplatz verbringen konnten, organisierte die Verwaltung eine Aufenthaltsmöglichkeit in der Stadthalle. Etwa 30 Menschen nutzten das Angebot. Drei Fahrzeuge der Johanniter brachten zudem rund 20 mobilitätseingeschränkte Personen aus dem Sperrkreis.
Gegen 11 Uhr war die Überprüfung der Evakuierung abgeschlossen, woraufhin der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) der Polizei Brandenburg mit der Vorbereitung der Sprengungen beginnen konnte.
Insgesamt drei Sprengungen und elf Detonationen
Die Kriegsmunition musste kontrolliert vor Ort gesprengt werden, da sie aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht abtransportiert werden konnte. Der KMBD sprengte die 140 Munitionsstücke in drei Durchgängen, insgesamt kam es dabei zu elf Detonationen. Besonders druckvoll waren die Explosionen dreier 250-Kilogrammbomben, die gegen 16 Uhr den Schlusspunkt des Einsatzes darstellten. Diese waren noch in einiger Entfernung zu hören. Gegen 16:15 Uhr konnte der Sperrkreis aufgehoben werden, die Rückkehr in die Wohnungen und die Befahrung der gesperrten Straßen war wieder möglich.
Leider kam es im Laufe des Einsatzes auch zu Verzögerungen, da sich mehrfach Personen im Sperrkreis aufhielten. Die Stadt wird rechtliche Schritte gegen diese Personen einleiten.
Nach Informationen des Kampfmittelbeseitigungsdienst sind inzwischen etwa 40 Prozent der Gesamtfläche im Waldgebiet nach Kampfmitteln abgesucht worden (Stand: 11. März 2026). Das heißt, dass weitere Munitionsfunde und damit einhergehend Sprengungen und Evakuierungen nicht ausgeschlossen werden können.
-> Die Stadt richtet ein großes Dankeschön an alle beteiligten Einsatzkräfte und Helfenden. Ein großer Dank geht auch an alle Borgsdorferinnen und Borgsdorfer, die den insgesamt reibungsarmen Einsatz mit ihrer Kooperation möglich gemacht haben.
