Schillerpromenade: Spielplatz wird umgestaltet

Fertigstellung zum Oktober 2020 geplant

(19.08.2020)  Kistenplatz, Spielplatz am Wolfsee, Adolf-Damaschke-Platz… In die Liste der neugestalteten öffentlichen (Spiel-)Plätze der Stadt wird sich in diesem Jahr ein weiterer einreihen: der Spielplatz Ecke Schillerpromenade/Heinrich-Heine-Straße in der Niederheide.

Zwei Themenentwürfe, Naturraum und Wasser, legte Planerin Verena von Löbbecke den Stadtverordneten im Jahr 2018 vor. Diese entschieden sich für einen Wasserspielplatz, nicht zuletzt aufgrund der Nähe zur 300 Meter entfernten Havel.

Bestandsspielgeräte integriert – barrierefreie Spielgeräte ergänzt

Aus dem Bestand des alten Spielplatzes bleiben der Kletterturm mit Rutsche, ein sechseckiges Klettergerät (wird versetzt) und die Tischtennisplatte (wird aufbereitet) erhalten. Hinzu kommen zwei Trampoline, ein Kletterparcours im kleinen Wäldchen, Lümmelblatt, Picknicktisch und das Herzstück – ein Wasserspiel mit mehreren Spielelementen.

„Mit den rund zehn Spielgeräten ist der Platz ausgefüllt, aber nicht überladen“, beschreibt Diplom-Ingenieurin von Löbbecke das Konzept für das mehr als 2.000 Quadratmeter große Gelände. Wie auch beim Adolf-Damaschke-Platz sind die Geräte zum großen Teil von Rollstuhlfahrern nutzbar. Die Zufahrt erfolgt über eine gepflasterte Rampe, die zwei der drei Eingänge miteinander verbindet. Abgebaut wurde der Basketballkorb, denn der neugestaltete Platz richtet sich an Kinder im Alter von null bis 14 Jahre.

Radwander-Rastplatz aus Fördermitteln von Land und Bund

Hinzu kommt ein überdachter Rastplatz mit Picknicktisch, Trinkwasserspender und Fahrradständern für die Radwanderer des passierenden Berlin-Kopenhagen-Radfernweges. Der Rastplatz wird mit Fördermitteln in Höhe von 100.000 Euro von Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur – GRW-I“ zum Ausbau der Radwander-Infrastruktur gefördert. Für die Umgestaltung des Spielplatzes wiederum sind mit Baunebenkosten circa 310.000 Euro veranschlagt. 

Spielplatzentwicklungsplan als Grundlage für Neugestaltung

„Wir wollten weg vom Gießkannenprinzip, bei dem einzelne Spielgeräte auf bestehenden Plätzen ergänzt oder erneuert werden“, erläutert Projektleiter Kai-Uwe John vom städtischen Bauamt. „Der 2016 aktualisierte Spielplatzentwicklungsplan der Stadt ist die Grundlage für die Verbesserung des Spielplatzangebots in der Stadt. Er weist Wohnquartiere mit besonderer Dringlichkeit für die Errichtung neuer Spielplätze bzw. zur Verbesserung vorhandener Spielplätze aus. Dabei spielen auch der Versorgungsgrad in jedem Stadtteil, die Anzahl der Familien im jeweiligen Einzugsgebiet und die Entfernung eine Rolle.“

Fertigstellung für Anfang Oktober geplant

Der Baubeginn für den Wasserspielplatz erfolgte am 6. August durch die Tharo Straßen- und Tiefbau GmbH. „Wir denken, dass wir den Platz spätestens Anfang Oktober fertigstellen können“, prognostiziert Bauleiter Magnus Lippoldt. „Bestenfalls werden die Spielgeräte so geliefert, dass wir sie passend zum Zeitplan direkt verbauen können.“ So sind die Schwengelpumpe und der Fallschutz bereits vor Ort. Die abschließenden Pflanzarbeiten sind nach dem Einbau der Spielgeräte für November geplant.