Gedenken an 65 Jahre Mauerbau
(15. Oktober 2026)
Im Hohen Neuendorfer Ratssaal fand am 14. Oktober in Zusammenarbeit mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus statt. Im Zentrum stand die Podiumsdiskussion zur Buchvorstellung von „Die Abriegelung: Das SED-Grenzregime zu West-Berlin in Brandenburg (1945–1989)“.
Nach der Begrüßung durch die Erste Beigeordnete Michaela Werner beleuchtete das Podium unter der Moderation von Susanne Kschenka (Stellvertretung der Aufarbeitungsbeauftragten des Landes Brandenburg) die Schicksalsjahre der Teilung. Der Autor Rainer Potratz gab Einblicke in sein Werk, in dem er die Entstehung und den Ausbau des Grenzregimes rekonstruierte. Dabei beleuchtete er neben dem Grenzalltag insbesondere die Auswirkungen auf die Region. Ein bewegender Moment war der Bericht des Zeitzeugen Uwe Scholz über die traumatischen Folgen seiner Zwangsumsiedlungen aus Hohen Neuendorf.
Im Dialog mit dem Publikum wurden verschiedene Etappen der Teilung thematisiert. Dabei hatten Bürgerinnen und Bürger immer wieder die Möglichkeit, eigene Erfahrungen als Zeitzeugen einzubringen. Begleitende Bildprojektionen verdeutlichten die historische Bedeutung der Ereignisse.
Abschließend wurde der vier Menschen gedacht, die bei Fluchtversuchen im Hohen Neuendorfer Grenzgebiet ums Leben kamen.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von dem Ensemble Una Gonschorr (Vocals) und Robert Edwards (Saxophon).
