Vier Gemeinden – ein Gedenken

Die Bürgermeister von Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn gedenken gemeinsame mit Schülerinnen und Schülern aus Mühlenbeck den Opfer des Nationalsozialismus.
Die Bürgermeister von Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn gedenken gemeinsame mit Schülerinnen und Schülern aus Mühlenbeck den Opfer des Nationalsozialismus.

(27. Januar 2026)

Anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar haben die Bürgermeister der vier Gemeinden Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn, Hohen Neuendorf und Mühlenbecker Land gemeinsam erinnert. Sie legten als Zeichen ihrer geschlossenen Haltung gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und für Demokratie und Vielfalt am Gedenkstein vor der Grundschule Mühlenbeck einen Kranz nieder.

Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Mühlenbeck rahmten mit bewegenden Redebeiträgen die Gedenkveranstaltung ein. Sie verdeutlichten, dass Unmenschlichkeit oft mit Gleichgültigkeit beginne: „Es gibt immer noch Rassismus und Antisemitismus in der Welt. Wir müssen die Geschichte weitertragen gegen das Vergessen und gegen Relativierung.“

Bürgermeister Steffen Apelt erklärt: „81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz gibt es immer weniger Zeitzeugen. Erinnern ist heute wichtiger denn je. Wir als Gesellschaft haben die Aufgabe, uns wieder aufkeimendem Antisemitismus und Rassismus entgegenzustellen.“

Neben dem gemeinsamen Festakt thematisiert ab dem 27. Januar 2026 die Ausstellung „Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ in den Rathäusern der vier Gemeinden das Gedenken an die Opfer des Holocaust. Die Ausstellung ist in drei Abschnitte „Überzeugungstäter, Opportunisten, Konformisten, Dissidenten“, „Deutsche Besatzer, örtliche Rekruten, Nachbarn“ und „Regierungen, Staatsdiener, Beobachter“ unterteilt.

Bis zum 27. März zeigt die Stadtverwaltung Hohen Neuendorf in der ersten Etage des Rathauses die 22 Schautafeln, die zu den Öffnungszeiten zu besichtigen sind.

Am 27.1.2026 gedachten die Bürgermeister der Nordbahn-Gemeinden gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus.
In Gedenken an die Opfer des Holocaust wurden Kränze niedergelegt.
Bürgermeister Steffen Apelt kniet vor niedergelegten Kränzen.