Stadtplanung

Die Stadtentwicklungsplanung der Stadt Hohen Neuendorf steckt noch in den Anfängen. Die Gründe hierfür finden sich in der Entwicklung der Stadt, die erst nach der Wende aus vier ehemals selbständigen Gemeinden entstanden ist und seit 01.06.1999 das Stadtrecht besitzt. Hohen Neuendorf ist also nicht historisch gewachsen wie andere Städte im Land Brandenburg. Es handelt sich vielmehr um einen sogenannten „suburbanen Raum“. Als suburban bezeichnet man Siedlungsbereiche, die nicht wie eine historische Stadt ein klar definiertes und gewachsenes Zentrum mit einer städtischen Nutzungsmischung aufweisen, sondern mit einer eher homogenen (Wohn-) Nutzung großflächige Bereiche bedecken. Man lebt hier also nicht mehr wie früher in einer dörflichen Struktur mit landwirtschaftlichen Nutzungen etc., sondern quasi als „Stadtmensch“ im ländlichen Raum.

Aus dieser noch jungen Entstehungsgeschichte der Stadt erklärt sich unter Anderem die anhaltend hohe Dynamik der Entwicklung. So positiv diese Dynamik ist, so sehr stellt sie aber auch die öffentliche Hand vor enorme Herausforderungen. Die Kommunalverwaltung ist seit der Wende vor allem damit beschäftigt die soziale und bauliche Infrastruktur dem starken Einwohnerwachstum anzupassen. Ein Großteil der liquiden Mittel floss in den Ausbau der zum Teil kaum passierbaren Sandstraßen (insbesondere zugunsten Alter, Behinderter und Fahrradfahrer). Gleichzeitig hat durch den Zuzug meist junger Familien ein starker demographischer Wandel stattgefunden. Diese „demographischen Wellen“ stellen vor allem den Bereich der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor große Herausforderungen.

Der hohe Bedarf an Kita-Plätzen wird nach deren Herrichtung relativ abrupt durch den Bedarf an Grundschul- und später andere Einrichtungen abgelöst. Durch diese Infrastrukturmaßnahmen wurde ein Großteil der zur Verfügung stehenden Mittel bislang gebunden. Erste Schritte für eine Stadtentwicklungsplanung sind jedoch bereits getan. In die übergeordnete Stadtentwicklungsplanung fließen insbesondere unterschiedliche sektorale Fachplanungen ein. Es handelt sich hierbei um einen dynamischen Prozess indem die vorliegenden Planungen immer wieder auf geänderte Rahmenbedingungen überprüft und angepasst werden müssen.

Wir laden Sie ein, sich in den Unterrubriken über:

  • im Verfahren befindliche Planverfahren (Bürgerbeteiligung)
  • rechtskräftige Bebauungspläne
  • weitere städtebauliche Satzungen 
  • den Flächennutzungsplan
  • den Landschaftsplan
  • Entwicklungskonzepte

zu informieren.