Katastrophenschutz
Ein Unfall, Extremwetter oder Sabotage können die Leitungen für Strom, Wasser, Gas oder Mobilfunk beschädigen und unseren Alltag plötzlich unterbrechen. Der mehrtägige flächendeckende Stromausfall im Südwesten Berlins zu Beginn des Jahres 2026 hat die Folgen eines solchen Stromausfalls aufgezeigt: Licht, Kochplatten, Heizung, Medien, Handy und Internet blieben in vielen Haushalten aus.
Katastrophenschutzvorsorge soll Sicherheit geben und dafür sensibilisieren, sich auf einen Krisenfall vorzubereiten. Dadurch wird auch die kritische Infrastruktur im Krisenfall entlastet.
Vorsorge für Krisen und Katastrophen
Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, für Krisen und Katastrophen vorzusorgen. Ein Vorrat kann in vielen Situationen hilfreich sein – bei Stromausfall, Extremwetterlagen, Krankheit oder wenn die Regale im Supermarkt leer bleiben. Ideal ist eine Bevorratung für 10 Tage. Grundsätzlich gilt: Jeder Haushalt hat eigene Bedürfnisse und ein kleiner Vorrat ist besser als kein Vorrat. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat verschiedene Ratgeber und Informationsbroschüren entwickelt, die dabei unterstützen, einen persönlichen Notfallplan für die Bevorratung zu erstellen. Diese und weitere nützliche Informationen sind online unter www.bbk.bund.de/vorsorge zu finden. Zwei der Broschüren erhalten Sie auch im Rathaus Hohen Neuendorf.
Katastrophenschutz-Leuchttürme
Auch die Kommunen selbst bereiten sich vermehrt auf Katastrophenereignisse vor, um bestmöglich handlungsfähig zu bleiben. Sie unterstützen die Katastrophenschutzbehörden der Landkreise mit dem Aufbau und Betrieb von Katastrophenschutz-Leuchttürmen in notstromgesicherten Gebäuden, die größtenteils durch das Land Brandenburg finanziert wurden. Die Standorte im Stadtgebiet Hohen Neuendorf sind die Sportplätze Niederheide und Bergfelde. Eine Karte aller Standorte im Landkreis sind hier auf der Internetseite des Landkreises Oberhavel zu finden.
Im Ernstfall dienen die Katastrophenschutz-Leuchttürme als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und den Rettungskräften. Ziel ist auch – im Rahmen der Selbsthilfe – lokale, quartiersbezogene Hilfebedarfe und Unterstützungsangebote der Bevölkerung zusammenzuführen. Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Funktion als Kommunikations- und Anlaufstelle für Informationen. In Hohen Neuendorf wird diese Funktion durch im Stadtgebiet verteilte Katastrophenschutz-Informationspunkte flankiert, die die Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht haben. Weitere Unterstützungsangebote der Leuchttürme sind Strom zum Aufladen von Kleinstgeräten und Aufwärmen von Babynahrung, Erste Hilfe, Wasser oder kurzes Aufwärmen.