Stadt würdigt ehrenamtliches Engagement

Vereinsförderung Scheckübergabe vor dem Rathaus
Vereinsförderung Scheckübergabe vor dem Rathaus

(26. Mai 2026)

Am 20. Mai kamen die Vertreterinnen und Vertreter der zahlreichen Hohen Neuendorfer Vereine im Ratssaal der Stadt zu einem Runden Tisch zusammen. Um den unterschiedlichen Schwerpunkten gerecht zu werden, fand das Treffen in zwei aufeinanderfolgenden Runden statt – getrennt nach Sportvereinen und der allgemeinen Vereinsförderung.

Der Termin stand in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen: Er bettete sich ein in die bundesweite „Aktionswoche Ehrenamt“ des Bundespräsidenten, die rund um den 23. Mai – den Tag des Grundgesetzes, der in diesem Jahr erstmals auch offiziell als „Ehrentag“ gewürdigt wird – das bürgerschaftliche Engagement ins Rampenlicht rückt.

Es ist eine feste Tradition in Hohen Neuendorf, dass im Rahmen des Treffens mit den Vereinen die städtischen Fördergelder symbolisch überreicht werden. Auch in finanziell herausfordernden Zeiten steht die Stadt zu der Arbeit der Vereine. Für das laufende Jahr 2026 verteilen sich die direkten Zuwendungen wie folgt:

Sportförderung 72.000 Euro

Insgesamt 17 Sportvereine erhalten auf Grundlage der städtischen Sportförderrichtlinie Zuschüsse in Höhe von insgesamt 72.000 Euro. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von den vielfältigen Angeboten der Vereine. „Es ist schön zu sehen, wie viele junge Menschen in unseren Vereinen Gemeinschaft, Bewegung und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden“, betonte Bürgermeister Steffen Apelt.

Vereinsförderung 150.000 Euro 

Für das Jahr 2026 erhalten 31 Vereine Zuschüsse nach der „Richtline der Stadt Hohen Neuendorf zur Förderung von Vereinen“. Den gemeinnützigen Vereinen mit Sitz oder Wirkungsschwerpunkt in Hohen Neuendorf stehen Zuschüsse in Höhe von insgesamt 150.000 Euro zu Verfügung. Mit den Geldern können vereinsinterne Projekte und kulturelle Veranstaltungen umgesetzt, sowie Feste und Angebote für die Bürgerinnen und Bürger organisiert werden. Damit leistet die Förderung einen wichtigen Beitrag für ein lebendiges Miteinander in unserer Stadt.

Neben dieser direkten finanziellen Unterstützung fördert die Stadt das Vereinsleben weiterhin in erheblichem Maße indirekt – etwa durch die mietfreie Überlassung städtischer Einrichtungen für den regulären Trainings- und Vereinsbetrieb sowie durch spürbare Betriebskostenerstattungen für Hauptnutzer städtischer Anlagen.

Bürgermeister Steffen Apelt: „Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft“

Bürgermeister Steffen Apelt nutzte den Anlass, um den Vereinsvertretern im Namen der Stadtverwaltung seinen Dank auszusprechen: „Das Ehrenamt, das Sie tagtäglich leisten, ist der Kitt, der unsere Stadtgesellschaft zusammenhält. Sie bringen Leben in unsere Stadt und bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern und insbesondere Kindern und Jugendlichen eine unschätzbar wertvolle Perspektive und Struktur.“ Zudem griff Apelt den Leitgedanken des Bundespräsidenten zum Ehrentag auf „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen“.

Gleichzeitig fand das Treffen in diesem Jahr vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage und spürbarer Kürzungen auf Kreisebene statt. Der Bürgermeister richtete daher einen dringenden Appell an die Anwesenden, die Situation proaktiv anzugehen. Wenn die Stadt liquide bleiben und eine Haushaltssicherung mit dem Verlust aller freiwilligen Leistungen verhindern wolle, müssten alle Ausgabenpositionen auf den Prüfstand.

Der Runde Tisch diente deshalb nicht nur dem Dank, sondern auch dem konstruktiven Dialog über die Zukunft der Vereinslandschaft. Diskutiert wurden unter anderem eine stärkere Beteiligung an Betriebskosten, sowie die Notwendigkeit für Vereine, ihre Eigenfinanzierung – beispielsweise über Anpassungen von Mitgliedsbeiträgen oder Gewinnung von Drittmitteln – vorausschauend zu sichern.

Die Haushaltsplanungen für das Jahr 2027 laufen bereits. Während die regulären Förderanträge wie gewohnt eingereicht werden, sind die Vereine ausdrücklich dazu aufgerufen, Ideen, Einsparpotenziale und neue Konzepte zur Zusammenarbeit in die Diskussion einzubringen, denn die Vereinsförderrichtlinien werden aktuell einer Prüfung und Anpassung unterzogen. Ziel ist es, das dichte soziale und kulturelle Netz in Hohen Neuendorf durch gemeinsame Anstrengungen krisenfest für die Zukunft aufzustellen.

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